Informationen über afrikanische Skulpturen

Kunst aus Schwarzafrika

Afrika kennt eigentlich keine „Kunstgegenstände" im westlichen Sinn, also Gegenstände ohne praktischen Nutzen, deren einziger Zweck in ihrer Schönheit besteht. In Afrika dienen alle Objekte einem bestimmten Zweck, vor allem religiösen Kulten oder ganz alltäglichen Anforderungen. Das Geheimnis der afrikanischen Kunst liegt in der Ästhetik, die alle Gegenstände bestimmt und deren Formen im täglichen Leben ständig präsent sind. Im Westen sind vor allem die Skulpturen und Masken bekannt, die bereits die Aufmerksamkeit der ersten Europäer in Afrika erregten und bis heute vor allem moderne Künstler stark inspirieren.

Aber auch die alltäglichen Gebrauchsgegenstände wie Schmuck, Stoffe, reich verzierte Waffen, Hocker und Stühle, Werkzeuge und Musikinstrumente beeindrucken durch ihre ausgesuchte Schönheit. Hierbei bilden Eleganz und Funktion eine harmonische Einheit, die ohne große Verzierungen auskommt. Klare Linien und vollendete Kurven bestimmen selbst das kleinste Objekt.

Die Schönheit der Form sollte auch den Status des Besitzers unterstreichen. Um die Häuptlinge oder Könige und ihren Hofstaat auszustatten, war keine Mühe zu groß. Dabei wurden oft auch edle Materialien wie Gold, Elfenbein oder Perlen verwendet. Jede afrikanische Kultur hat dabei ihren eigenen, unverkennbaren Stil entwickelt. Dieser Stil wurde nicht bewußt gewählt, sondern ergab sich aus dem gesamten Weltbild dieser Gesellschaft. Die Künstler bewegten sich innerhalb eines fest umrissenen Rahmens aus Sitten und Gebräuchen.

     
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